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Halloween
Kokettieren mit dem Bösen

Kommerz mit Grusel - na und? Warum nicht die "Feste feiern wie sie fallen"? Oder sollte es nicht heißen "feste Feiern wenn sie fallen"? In diesem Fall wäre mit "sie" nicht das Fest gemeint, sondern Menschen, denen Halloween zum Fallstrick wird. Aber wem sollte ein solches Fest schaden, das so gut die flaue Herbstzeit bis Weihnachten überbrückt? Ein bisschen Verkleiden, ein bisschen Kürbisse, ein bisschen Grusel - sind hier kritische Stimmen nur Miesmacherei?

Über den geschichtlichen Hintergrund von Halloween wird viel erzählt und noch mehr spekuliert. Ob dieses Fest nun wirklich auf vorchristliche keltische Rituale aus dem heutigen Irland zurückgeht ist eigentlich Nebensache. Viel wichtiger ist, welche Bedeutung Halloween heute hat. Dabei ist es Tatsache, dass der 31. Oktober ein hoher Feiertag neu-heidnischer und satanischer Kulte ist. Der Artikel "Halloween - Die Lust am Gruseln" des Internetmagazins Jesus-Online.de versucht dem auf den Grund zu gehen und verweist auf entsprechende Quellenangaben. Offen bleibt, wie diese Kulte ihren Feiertag begehen.

Um diese Frage zu beantworten muss man sich weiter informieren und kann dabei auf grausige Details stoßen. Tatsachenberichte wie z.B. das Buch "Vater unser in der Hölle" enthüllen, dass es bei satanischen Kulten nicht nur um "harmlose" Friedhof-Freaks handelt, die Grabsteine umschubsen. Neben der schockierenden Lebensgeschichte eines Opfers, wird in diesem Buch auch ein detaillierter Überblick der verschiedenen kultischen Gruppen gegeben. Deren Greueltaten reichen von sexuellen Missbrauch (auch von Kindern) über Folterungen bis hin zu Menschenopfern. Wie die Betroffene des o.g. Buches werden die Opfer nicht selten in den Kult hinein und für die Ausübung dieser rituellen Verbrechen geboren.

Diese Dinge passieren heute. Und wer sich fragt, wie die besagten Kulte und Zirkel einen ihrer höchsten Feiertage begehen, muss nur eins und eins zusammenzählen. Vor diesem Hintergrund ist ein Kokettieren mit den "Grusel"-Inhalten von Halloween wenig lustig und lediglich durch Unwissenheit zu erklären. Christen sind aufgerufen nüchtern und prüfend gesellschaftliche Phänomene zu beobachten und dann zu Handeln. Bei Halloween ist daher weniger Party-Stimmung angesagt, sondern Beten, Fasten und Einstehen für die Menschen, denen dieser Tag zum realen Horror wird.

Gießen, 24. Oktober 2002

Quellen:

Jesus-Online.de: Halloween - Die Lust am Gruseln, 24.10.2001

Ulla Fröhling: Vater unser in der Hölle, 1996, Kallmeyer'sche Verlagsbuchhandlung, Seelze-Velbert (bei Amazon anschauen)